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Reviews CD
2003 |
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Magazin: |
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Autor: |
Eller |
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Bewertung: |
- |
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Die "Demo CD 2003" zeigt die Schweizer Band Gezeiten anfänglich in einem seichtem Gothic Metal Gewand im Stile von Scream Silence. Nach den ersten beiden Stücken drängt sich eine immer stärker werdende Elektro Komponente auf, die am Schluss im Remix von Track 4, "Halle der Könige", durch Fred Lang von Syntetic seinen Höhepunkt findet, welcher nun so gar nicht mein Fall ist. Auffällig während des Hörens ist die sehr akzentuiert genutzte Deutsche Sprache (außer im Opener), die meisten clean zu hören ist und dem Ganzen einen recht theatralischen Touch gibt. Das alles klingt sehr vielversprechend vom Stilmix und Grad der Abwechslung her, ist aber nicht immer zufriedenstellend umgesetzt. Fangen einige Songs noch interessant an, fehlt irgendwann doch der Schwung und man beginnt sich ein wenig zu langweilen. Das berüchtigte Salz in der Suppe scheint noch zu fehlen und etwas druckvoller könnte das Ganze bei den Gitarren auch sein. Dennoch bleibt die Erkenntnis positiv hängen, dass Gezeiten versuchen, ihren eigenen Stil zu kreieren und zu finden. Hörbeispiele zum Reinschnuppern gibts auf der Bandpage. |
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Magazin: |
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Autor: |
Avenger |
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Bewertung: |
4/5 |
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Soundtechnisch von Bruno Kramm (Das Ich) hervorragend veredelt, erreicht uns diese optisch ansprechend aufgemachte Demo-CD, welche eine sonderbare Stilmixtur in sich birgt. Oberflächlich gehört, erscheint einem der 34minüter noch recht beliebig, doch spätestens nach Hör numero Zwei entpuppt sich die Qualität und Eigenständigkeit des Werks. Auf diesem Silberling herrscht ein recht buntes (stilistisch), düsteres (musikalisch) und dennoch schlüssiges Konglomerat aus Gothic-, Metal-, Dark Wave-, Klassik-, ja sogar Techno-, Pop-, Hardcore- und Ethno-Elementen. In der Bandinfo steht noch etwas von neuer deutscher Härte - doch Parallelen zu Rammstein und Konsorten kann ich beim besten Willen nicht ausmachen, außerrr vielleicht dem gerrrollten 'R' in den deutschen Texten. Die atmosphärischen Keyboards, das gut in Szene gesetzte, nie aufdringliche Elektrogeblubber, die satten Metalriffs, die charismatische, facettenreiche Stimme von Roderick Zeig und die vielen kleinen kompositorischen Details werden hier zu einem homogenen Eins verquickt und funktionieren unter dem Kopfhörer bestens, und in den Metal- und Gruft-Tanztempeln macht die Scheibe sicher auch 'ne Menge Bewegung auf dem Parkett. Als versteckten Bonustrack haben die Schweizer noch ein gitarrenfreies, knochenhartes Dark Electro/Wave-Stück auf CD gebannt, welches jedem Düsterheimer bestens munden dürfte. Auf jeden Fall haben wir es hier mit einem Quartett zu tun, welches Aufmerksamkeit verdient. Details zu Band, CD und Bezug selbiger gibt's auf der Bandhomepage nachzulesen.
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Magazin: |
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Autor: |
Oliver Vollmer |
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Bewertung: |
7/13 |
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Mit einer ansprechend aufgemachten und fett produzierten CD (gemastert bei
Bruno Kramm) machen die Eidgenossen auf sich aufmerksam. GEZEITEN
versuchen sich recht ansprechend an einer elektronischen Variante von
melodischem Düstersound mit teilweise deutschen Texten. Musikalisch ist
alles im grünen Bereich – abwechslungsreiche, kompetent vorgetragene
Songs zwischen Weissglut, düsteren Krupps, Samael und neuen Amorphis
bestimmen die 34 Minuten (bei 6 Tracks), allerdings sind die Vocals der
absolute Schwachpunkt und ziehen die Scheibe um 2 Punkte nach unten.
Dermaßen gekünstelt und knödelig hat in den letzten Monaten selten ein
Sänger geklungen. Musikalisch ist ein grooviger Düsterfeger wie „Halle
der Könige“ (auch noch als alternativer Mix am Start) echt geil und
würde auch super zu Kramm passen, aber durch das Genöle des Sängers
klingt das Ganze nur grausam. Schade! Da wünscht man sich eine
Karaoke-Version. Rein von den Songs her wären das locker 9 Augen, aber in
der Form müssen 7 leider ausreichen. Kontakt unter www.gezeiten.com bzw.
info@gezeiten.com. Warten wir ab, was die Zukunft bringt, ausbaufähig
sind GEZEITEN auf jeden Fall!! |
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Magazin: |
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Autor: |
Joneleth |
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Bewertung: |
7/10 |
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Die Schweizer von Gezeiten präsentieren auf ihrer zweiten Demo 5 grundverschiedene abwechslungsreiche Songs die stilistisch irgendwo zwischen Powermetal, Gothic, Klassik, Ethno und Techno stehen. Das man sich darunter nicht viel vorstellen dürfte ist wohl logisch, deswegen wäre es für einen tollkühnen Redakteur wie mich (hach...) wohl das beste auf jeden Song einzeln einzugehen - gewöhnlich ist diese halbe Stunde nämlich beim besten willen nicht. Anfangen tut dies mit dem fremdsprachigen (okay: ich hab keine Ahnung in welcher Sprache hier gesungen wird...) 'Ked Som Isiel', was dank einfach treibenden Riffs und krrraftvollem Gesang ein wenig an Rammstein erinnert. Allerdings auch nur grob - denn bei Rammstein würde man wohl nie so verspielte Keyboardteppiche im Hintergrund hören, ganz zu schweigen von dem theatralischen Gesang. Naja... Kann mich der Opener noch nicht wirklich vom Hocker reißen, ändert sich das bei 'Kreative Träume' grundlegend - denn hier passt alles zusammen. Eine verträumte ruhige melancholische Atmosphäre die sich mit einem absolut ohrwurmigen Refrain paart; eigentlich mein Lieblingssong auf der Demo. Weiter gehts mit dem elektronisch/gotisch/schleppenden 'Moderne Sklaven', welches dank einer beklemmenden und doch irgendwie hoffnungsvollen Atmosphäre durchaus punkten kann. Ebenso wie das dynamische 'Halle der Könige', wo zum ersten Mal auf der Demo Ethno und Klassik konsequent miteinander vermischt werden und in einem düster/mysteriösen Refrain explodieren. Dies ist auch der Song der später nochmal in einer elektronischen Remixversion als Hiddentrack dient, und neben Kreative Träume eigentlich zu meinen Favoriten gehört. Enden tut das ganze dann mit 'Demenzia', dem wohl facettenreichsten und epischsten Song der Platte. Was am Anfang noch ruhig und zärtlich dahin plätschert, mausert sich irgendwann zu angenehmer Härte und groovt im Refrain wie Sau; hier kann auch der theatralische Gesang von Roderick Zeig vollends punkten. Alles in allem eine sehr ordentliche Demo, die abgesehen vom etwas schwächelnden Openers dank einigen guten Melodien hervorstechen kann, und durchaus den einen oder anderen Ohrwurm parat hat. Teilweise wirken die Songs aber zu langatmig und gestreckt, gerade die ruhigen Strophen hätten oftmals etwas abwechslungsreicher sein können. Der facettenreiche Stil kommt aber gut rüber und hebt Gezeiten von zahlreichen anderen Bands ab - mal sehen was wir in Zukunft noch von dieser Band zu hören bekommen...
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Magazin: |
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Autor: |
Mike |
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Bewertung: |
5/7 |
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Eine recht mittelalterlastige Demo-CD liefern die Schweizer GEZEITEN hier ab. Man klingt aber nicht wie IN EXTREMO, SUBWAY TO SALLY oder wie sie alle heißen, was wahrscheinlich daran liegt, dass man musikalisch auf einem Gothic Metal-Fundament aufbaut, während speziell der Gesang ziemlich mittelaltermäßig klingt, andererseits auch elektronische Elemente nicht fehlen. Die genannten Einflüsse von AMORPHIS und PARADISE LOST sind für mich absolut nicht nachvollziehbar, RAMMSTEIN und Neue Deutsche Härte nur bedingt (durch die Verwendung deutscher Texte). Vom Gesangsstil her erinnert mich das Ganze teilweise eher an die Österreicher ANGIZIA. Die Musik selbst ist ziemlich melodisch und recht eingängig, die Songs recht lang und episch.
Produziert von Bruno Kramm (DAS ICH) wird die CD sowohl in der Elektro Gothic als auch in der Gothic Rock-Szene sicher nicht schlecht ankommen, aber auch Metal-Fans mit einem Hang zum Avantgarde sollten sich GEZEITEN einmal zu Gemüte führen.
Andererseits wird man aber für viele Hörer auch zu schräg und zwischen allen Stühlen klingen, was die Jungs aber nicht aufhalten sollte, ihren Weg weiterzugehen.
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Magazin: |
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Autor: |
dalia "gryphon_spirit" di giacomo |
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Bewertung: |
8.7/10 |
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synopsis - Brilliant mixture of Gothic/ Medieval/ New Wave, with a little
influence from Rammstein too. Well performed and incredibly well (self)
produced, mastered by Mr. Bruno Kramm from Das Ich. There is the
possibility to download all samples + the complete Halle der Könige
remix, i suggest to take the opportunity cause this promo is a "kind
of Magic" for everybody.
review - Gezeiten in German means tides: "Flut" and
"Ebbe", high and low tides which alternate 4 times every day,
mainly driven by the gravitational force of the moon, but of the sun too.
Therefore the cover art of this first quality production well describes
this natural world that much acts as cosmic breath of our planet. Driven
by the passion for Gothic and Medieval/Renaissance/Ethno -atmospheres,
here they are: the 4 Swiss Gezeiten, who deliver a Promo CD that is simply
class. Full Gothic atmosphere meets Medieval in a powerful elegant mixture
in which elements of poetry, epic, melody intertwine enjoyably. Gezeiten
are never too bambastic or epic (sigh of relief!!) , nevertheless they are
able to involve us in worlds of fantasy, history and feelings with a solid
beauty. The beautiful synth elements are very far to be cyber/disco/techno
cause they help the jump into emotionality and atmospheres. Vocals are
impressive and always well cut into the yet imposing instrumentation. We
could say that here In Extremo turn into Gothic with the same
"verve" and temperament that Crematory had. If you consider that
bands like Paradise Lost and Amorphis are an inspiration for Gezeiten, and
that an attraction to the Gothic à la Vision Bleak and to Rammstein are
present, you can surely imagine the richness (and cleverness) of this
demo. In order to complete the picture, just think that this CD has been
mastered by Bruno Kramm (Das Ich). Now you can definitely imagine how
valid and charmant this promo can be! Indeed not only concerning music,
but concerning production too the result is absolutely professional, and
professional at the point that this album has no need to envy
"signed" productions,... maybe the opposite could be true.
The tracks are five + 1 remix for more than half an hour of magic. Each
song is varied enough but hold tight the logic and recurrent structure
that makes of a song an entity with a well defined beginning, body and
end.
The opener Ked Som Isiel is formidable, with heavy guitars, decadent goth spirit , measured synth, only just a spicy medieval flair, powerful vocals, nice immediate catchiness. Ideal for every material and very normal occasion that happens to metalheads too, from driving to studying or simply for relaxing Ked Som Isiel is a track that will be very "attached" to your hi-fi's even if your not much into this style.
More solemn, beginning typically medieval with a spoken intro, Kreative Träume takes us back indeed in times and ideals that were once upon a time, passionate and strong vocals become tender or angry, following feelings and adventures spoken in a German that seems so much "antique", due to a fascinating accent.
Moderne Sklaven (3/4 tempo) is successful to make something modern and fresh of ethno-pounding passages: simply outstanding.
Halle der Könige showcases a typical Rammstein cadence and vocal timbre, united with minstrel theatrical solemnity and sadness. Everything embedded in exotic lines. A track that evokes mysterious sands and pounding force.
Demenzia combines some elements of modern New Wave with elegiac vocals and melodies, bursting then totally out with incisive and resolute rhythm. Excellent its bass lines, like nice is the piano throughout the whole promo.
In the end a "surprise": Halle der Könige remixed by Fred Lang from Syntetic Solutions as bonus track !
Nathan Plancherel (Gitarre) und Mladen Kuveždanin (Bass) are active in
Music since 1993 under the moniker "Collector". After
experiences in Grindcore/Death direction, they followed more experimental
inspirations; 1998 they changed the name in Gezeiten when vocalist
Roderick Zeig joined the band, while drummer Pete Schuler, who played in
Amon and Messiah too, completed the line up then in August 2000. Gezeiten
were born. Flood tide time!
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Magazin: |
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Autor: |
Lex |
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Bewertung: |
8/10 |
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Nach den ersten Höreindrücken hätte ich Gezeiten als deutsche Band
eingeordnet. Doch der Vierer kommt in Wirklichkeit aus der Schweiz, was man bei
genauem Hinhören bei "Kreative Träume" auch raushören kann. Was
musikalisch auf dem „Demo 2003“ geboten wird, ist schwer in einen
aussagekräftigen Begriff zu fassen und wird schon beim Lesen des vorbildlich
aufgemachten Infos deutlich: Einflüsse werden aufgezählt, die bei NDH und
Rammstein anfangen und bei Gothic mit Paradise Lost aufhören. Dazwischen gibt
es noch Elemente von Klassik, Ethno und Elektronik. Und irgendwie schaffen es
die Eidgenossen dann doch aus diesem Genre-Sammelsurium einen homogenen
Cocktail zu mischen, an dessen Geschmack man sich erst gewöhnen muss, bevor er
richtig gut schmeckt. Die gut 34 Minuten plastischer zu beschreiben ist ein
relativ schweres Unterfangen. Ich werde mich trotzdem mal daran
versuchen.
Da wäre zunächst Roderick Zeig, der Sänger, der seine Stimme wunderbar
variiert und Darkwave-Gesang, Death-Metal ähnlichen „Gesang“ mit Elementen
eines Till Lindemann verbindet. Dieses Spektrum funktioniert wunderbar, ob nun
gesungen, geschrieen oder gesprochen. Zum Gesang gesellt sich ein sehr
atmosphärisches Keyboard, das einen sehr schönen Melodieteppich ausbreitet
und nie penetrant in den Vordergrund rückt. Die Elektronik trägt schön zur
dunklen Atmosphäre bei, wirkt dabei aber nie aufdringlich. Die Gitarren mit
ihren Riffs werden mal metaltypisch, mal Rammstein alike eingesetzt.
Die Qualität des Songwritings erschließt sich dem geneigten Hörer erst nach
und nach, dafür aber unaufhaltsam. Mir gefällt es wie unkonventionell und
mutig die Eidgenossen ihre Musik darbieten und sich nicht um gängige Schemata
und Grenzen kümmern. Für Liebhaber ausgefallener, genresprengender Musik mit
düsterem Flair sind Gezeiten mit ihrem Demo eine uneingeschränkte
Kaufempfehlung.
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Magazin: |
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Autor: |
Volker |
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Bewertung: |
- |
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Gezeiten sind eine vierköpfige Band aus der Schweiz, die sich musikalisch zwischen alle Stühle setzt und damit bei so einigen Magazinen wohl schwer Gefahr laufen dürfte, beim monatlichen CD-Ranking einen der hintersten Plätze zu belegen. Erst recht, da man mit Ausnahme eines Songs ausschliesslich auf leicht pathetische deutschsprachige Texte setzt. Anderen dagegen könnte diese Promo nicht zuletzt aus diesen Gründen gefallen und da geselle ich mich gerne hinzu.
Die Wurzeln der Band gehen bis auf die Gründung der Vorgängerband Collector vor gut 10 Jahren zurück und seitdem wurde stilistisch wohl schon reichlich herumexperimentiert, bevor 2000 die heutige Formation zusammenfand und ein erstes Demo namens "Bazyllus" aufgenommen wurde. Mittlerweile klingen die vier Musiker jedenfalls grob gesagt nach einer Mischung aus Dark Wave und Gothic Metal mit recht starkem Electro-Anteil. Das zeigt sich zum Beispiel beim sehr überzeugenden "Halle der Könige", welches am Ende der CD auch noch als gelungene EBM-Version angefügt wurde. Überhaupt werde die Gitarren zumeist eher als im Hintergrund stehendes Rhytmusinstrument eingesetzt, während Keyboards für die Melodieführung zuständig sind. Für beide Instrumente ist Nathan Plancherel zuständig und überdies auch noch für die Programmings, die recht gekonnt wirken und häufig die Songs prägen ohne sie komplett zu beherrschen. So gelingt es Gezeiten, vor allem im atmosphärischen Bereich Akzente zu setzen, wozu nicht zuletzt auch der leidenschaftliche Gesang Roderick Zeig beiträgt. Ob man mit dessen Pathos zurechtkommt, bleibt Geschmackssache, aber zu der opulent arrangierten Musik passt das meiner Meinung nach durchaus gut und auch die Texte verfügen über Ausdrucksstärke. Bei "Ked Som Isiel" bin ich allerdings nicht dahinter gekommen, in welcher Sprache der Text verfasst ist, aber ich vermute mal, dass Bassist und Bandgründer Mladen Kuvezdanin dahinter steckt und es sich um etwas slawisches handelt.
Neben dem bereits genannten Song "Halle der Könige" gefällt mir vor allem "Moderne Sklaven" mit eher schleppendem Grundtempo, elegischer Melodieführung und schwarzmetallischem Einschlag bei den Vocals, aber auch die anderen Stücke haben ihre Reize. Da kommt der Promo natürlich auch zu Gute, dass das von Bruno Kramm (Das Ich)durchgeführte Mastering eigentlich schon von selbst einen ordentlichen Sound verspricht. Von Gezeiten wird wohl noch einiges zu hören sein, aber bildet euch euer Urteil am besten selbst, denn zu beschreiben ist die Musik nur schwerlich.
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Magazin: |
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Autor: |
Andy Waldner (immer noch ein 1-Mann Onlinemag, und doch soviel
geschrieben...hutab!!) |
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Bewertung: |
8/10 |
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Beinahe drei Jahren lang war Ruhe und die Schweizer GEZEITEN. Doch letztes Jahr
meldeten sie sich mit ihrem neuen Demo zurück. Schon auf ihrer vergangenen CD
„bazzyllus“ konnte mich die Band mit ihrem Powervoll-, melodischen Sound
begeistern und ich bin wirklich gespannt was sich in den letzten Jahren getan
hat.
Die fünf dargebotenen Song bewegen sich alle samt im untern Tempobereich und
pendeln zwischen kräftigem Metal Riffing und ruhigen Gothic Klängen. Aber
auch Moderne Klanglandschaften gibt es auf dieser Scheibe, welche meist aus dem
Keyboard stammen. Stimmlich zeigen sich die Eidgenossen immer noch sehr
vielseitig und liefern nicht nur cleanevocals, sondern auch reichlich tiefen
Death Metal Gesang und kreischende Black Metal Passagen. Schlussendlich ist es
aber der unverzerrte Gesang der der Musik die Note gibt. Dabei sollte man auch
diese clean Gesungenen Passagen noch mal in zwei Sparten teilen. Den einigen
klingen wirklich sehr nett und wecken, wie schon auf dem Vorgängeralbum
Erinnerung an IN EXTREMO. Die anderen gehen stark in Richtung Gothic und
klingen sehr theatralisch und klagend, was mir gar nicht gefällt.
Jetzt wollen wir uns aber den einzelnen Song zuwenden....
Die CD beginnt mit „Ked Som Isiel“ welcher von beginn weg mit kräftigen
Metal Riffs auffährt und ordentlich Druck hat. Dazu kommen einige geile
Experimentelle Elektroeinflüsse, welche perfekt mit dem Song harmonieren. Die
anfänglichen Kreischvocals werden schnelle durch clenen Gesang ersetzt,
welcher dank der aussergewöhnlichen Sprache, recht cool klingt. Im weiteren
Verlauf gibt es auch noch tiefen Gesang, in diesem recht harten Song. Deutlich
besonnener erweist sich „Kreative Träume“, welcher mit schönen
Klaviermelodien und einer gesprochenen Passage beginnt. Dieses Lied vermag noch
an Härte zuzulegen und liefert immer wieder geilen, IN EXTREMO ähnlichen
Gesang. Allerdings gibt es hier auch reichlich Theatralischen Gesang, was das
Musikalische Erlebnis deutlich schmälert. Unverzerrte Gitarrenklänge und
Schwarzmetallische Gesangseinlagen, können das etwas angekratzte
Musikalischbild gegen Ende noch mal in ein positives Licht rücken. „Moderne
Sklaven“ nennt sich der dritte Song und ist wirklich deutlich moderner
ausgefallen. Viele Elektronischeklänge paaren sich mit langsamen, verzerrten
und unverzerrten Gitarren, dazu gibt es meist klagenden Gesang. Ebenfalls mit
viel Elektronik angereichert ist der Song „Halle der Könige“. Satte
Gitarrenriffs und Atmosphärische Keyboard Begleitungen machen diesem Song
Passagenweise sehr bombastisch. GEZEITEN zeigen bei diesem fast sechsminütigen
Song, dass sie Meister des Arrangieren sind und liefern eine sehr dynamischen
und abwechslungsreichen Song, welcher nur durch den immer wieder kehrenden
theatralischen Gesang geschmälert wird. Auf die selbe Problematik treffen wir
bei „Demenzia“. Auch dieser Song kann mit einem absolut vielseitigen
Arrangement bestechen und ist über weite Passagen sehr hart, was sich auch im
Gesang wieder spiegelt. Aber auch hier treffen wie wieder auf Klage Passagen
des Sängers, die es eigentlich nicht bräuchte...
GEZEITEN liefern hier eine tolle Mischung aus verschiedenen Richtungen die sich
niemals in die Quere kommen und sich optimal ergänzen. Für mich könnte das
ganze noch etwas härter sein und die Gothic Vocals würde ich sofort
verbannen. Ansonsten Daumen hoch und weiter so!
Fazit:
Eine sehr experimentelle Scheibe die zwischen Gothic, Elektro und hartem Metal
pendelt. Gothic Liebhaber, die es gesanglich hin und wieder etwas härter
mögen sollten mal reinhorchen.
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Magazin: |
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Autor: |
Martin Stark |
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Bewertung: |
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Aus Tagelswangen in der Schweiz kommt die Band GEZEITEN und deren aktuelle Veröffentlichung nennt sich schlicht und einfach "Promo CD
2003". Soweit so gut. Laut Bandinfo macht man Musik nach Art der NDH und Gothic Metal bzw. der Bands RAMMSTEIN, AMORPHIS und PARADISE LOST.
Gewürzt wird das ganze noch mit experimentellen Einflüssen aus u.a.
Ethno, Pop und Klassik. Nun ja...
Es wird deutsch gesungen. Auf vier der fünf Titel ist dies jedenfalls
der Fall. Die Sprache des ersten Stückes 'Ked Som Isiel' ist mir
allerdings nicht geläufig. Stücke wie 'Halle Der Könige' oder 'Kreative
Träume' erinnern mich besonders vom Gesang her eher an Bands wie SUBWAY TO SALLY oder UMBRA ET IMAGO, als an die meisten der oben genannten Einflüsse (mit Ausnahme von Gothic Metal) von GEZEITEN. Alles ist druckvoll und sauber produziert, auch wenn für meinen Geschmack die Keys zulasten der Gitarre oft zu sehr im Vordergrund stehen. Das letzte Stück 'Demenzia' ist von allen Titeln auf der "Promo CD 2003" textlich und musikalisch der interessanteste und abwechslungsreichste. Hier kann ich der Beschreibung der Band selber voll zustimmen. Er ist facettenreich.
Im ganzen finde ich die Musik von GEZEITEN durchaus ansprechend. Das gleiche gilt auch für das Cover-Artwork. Für das Mastering der CD
zeichnet sich Bruno Kramm (DAS ICH) verantwortlich.
Die CD und weitere Artikel von GEZEITEN gibt es auf der Bandpage, die
für eine Demo-Band einen überraschend professionellen Eindruck macht.
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Magazin: |
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Autor: |
Mortulia |
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Bewertung: |
11/13 |
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Klavier, Gitarre und elektronische Klänge. Der (spannend gestaltete)
Einstieg in eine Gothic – Platte? Nun, dieser Anfang lässt auf eine „klassische“
Gothic-Band wetten. Doch weit gefehlt! Sobald die ersten Töne des
Gesanges erklingen, wird mir klar: das ist mehr. Der Titel „Ked Somisiel“
des Openers lässt mich ahnen, dass dieser Text nicht in Deutsch sein
wird. Und tatsächlich… Doch was für eine Sprache ist das? Polnisch?
Russisch? Es tönt fremd und doch irgendwie vertraut, ich höre dem
Sänger zu und würde gerne verstehen, was er mir erzählt… Die Songs
beginnen alle ruhig und meist mit synthetischen Klängen. Dann setzen
verschiedenste Instrumente und Klänge ein, und sie werden härter. Es
werden unterschiedliche Elemente aus Metal, Gothic, Mittelalter,
Elektronik und Klassik gemischt, was einen spannenden Effekt hat, der mich
als Zuhörer fesselt. Was kommt als nächstes? Wie geht es weiter? Es wird
innerhalb eines Stückes Spannung aufgebaut, wieder abgebaut und danach
neu aufgebaut. Eine gelungene Gratwanderung zwischen Ruhe und Sturm. Die
Lieder 2 bis 5 sind alle in Deutsch gesungen, was das Verstehen der Lyrics
doch sehr erleichtert ;-). Sie erzählen von Menschen und deren Fantasien,
von Träumen und vom Elend einer längst vergangenen Zeit, von Königen
und vom menschlichen Geist und dessen Zerfall. Immer wieder verblüfft die
Band mit raschen Tempowechseln und Stilmixen. Die Stimmlage des Sängers
Roderick reicht von tiefem Grunzen bis hohen, klaren Tönen, was der
enormen Spannbreite der Musik zusätzlich Kraft und Ausdruck verleiht. Der
Stil von Gezeiten ist schwer zu beschreiben, da sie mit einer ungeheuren
Kreativität verschiedene Elemente gekonnt vermischt haben. Trotz vielen
ruhigen Parts hat jedes Lied eine angenehme Härte, eingebaut durch
Gitarre, Schlagzeug, Bass und Rhythmuswechsel. Meine Zusammenfassung:
Meiner Meinung nach ein ausdrucksstarkes, vielseitiges und sehr kreatives
Album einer Schweizer Band mit grossem Potential. Die Lieder sind sehr gut
strukturiert, spannend komponiert und mit Lyrics versehen, die Geschichten
erzählen. Eine wirklich gelungene Demo CD. Danke Jungs!
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Magazin: |
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Autor: |
Frodi
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Bewertung: |
5/10 |
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Abgesehen
von ALASTIS glaube ich nicht, dass ich eine andere Band aus der Schweiz kenne,
die Gothic Metal spielt. Das hat sich seit meiner seltsamen Begegnung mit
GEZEITEN geändert, einer vielversprechenden, aber recht unbekannten Band in
der Gothic-Szene. Diese Band existiert bereits seit 1993 als Gründer Nathan
Plancheret sie ins Leben rief. GEZEITEN scheinen stark vom deutschen Sound
Metallischer Depression inspiriert zu sein (EVEREVE, LACRIMAS PROFUNDERE,
DREADFUL SHADOWS, CREMATORY und vergessen wir nicht meine geliebten FLOWING
TEARS).
Der Bandsound steckt voller Elektronik und B-Movie-Keyboards, die meine
Gedanken mehr in Richtung moderner PARADISE LOST senden. Assoziationen mit
AMORPHIS und RAMMSTEIN werden im Promo-Info auch erwähnt.
Sie sagen, dass sie Gothic Metal spielen, aber ich muss zustimmen und
gleichzeitig auch wieder nicht. Ich denke, dass Dark Metal eine passendere
Beschreibung wäre, da sie Black-Vocals nutzen und auch einige recht depressive
Melodien haben, die mit einem mehr als durchschnittlichen Gothic-Vibe
daherkommen. Die Jungs scheinen auch Inspirationen aus dem Techno zu beziehen
(von allen musikalischen Sachen müssen sie Techno wählen) und auch wenn sie
einige schwere Riffs in den Songs haben, ist ihre Rolle nur die Unterstützung
der Keyboard-Parts.
Die Vocals sind auf deutsch und wechseln von Dark Metal-Beschwörungen und
harmlosen Growls zu klaren Gesang. Das zittrige, unterdurchschnittliche klare
Singen ist definitiv nicht eine Stärke der Band, ein rauerer Charakter mit
mehr Selbstvertrauen hätte sicherlich besser gepasst.
Der Sound hilft beileibe auch nicht. Ich habe kein Problem damit, wenn man im
Studio alles mit Effekten und anderen Elementen wie diesen würzt, aber hier
ist man definitiv zu sehr ins Künstliche gegangen, als ob die Chemie zwischen
dem vielversprechenden Songmaterial und dem überproduzierten, billigen Sound
nicht so zusammenpasste, wie sie sollte.
Nah, ich weiß nicht, GEZEITEN haben ein paar Dinge, an denen sie noch arbeiten
müssen, wenn sie einen stärkeren Sound schaffen wollen. Sie haben sehr gute
Ideen, aber sie müssen sich einfach hinsetzen und noch hart an den
Arrangements arbeiten.
Ich mag Gothic Metal wirklich, aber selbst bei mir gibt es ein Limit, selbst
die Person, die es liebt von dieser Art sterbenden Musik genährt zu werden,
wenn des Nachts die Nachtigall singt, kann Probleme damit haben dieses seltsame
Demo wirklich zu mögen.
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Magazin: |
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Autor: |
Rachedrachen
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Bewertung: |
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GEZEITEN aus der Schweiz haben sich dem Gothicmetal verschrieben. Die vier
Jungs scheinen besonders auf heroischen, dunklen Gesang, einfache
Akkordfolgen und Keyboardklimpereien zu stehen, wenn man die letztjährige
Demo-CD als Anhaltspunkt nehmen kann. Das enge und eh schon von anderen
Bands übervölkerte stilistische Korsett, in das sich der Vierer zwängt,
wird nicht gesprengt, sondern nur dürftig ausgefüllt. Schuld daran ist
eine zwar solide, aber nicht gerade prickelnde Gesangsleistung von
Roderick Zeig, der immer ein Schippchen zu viel Pathos auflegt und dadurch
in den cleanen Passagen eher wie ein verhinderter Heldentenor denn wie ein
tiefgründiger, psychische Geister- und Achterbahnen durchlaufender
Charakter wirkt. Schuld haben aber auch das zu berechenbare und
eigenschaftslose Riffing der Gitarren, die staksenden Drumpatterns und das
stets flimmernde und piepsende Keyboard. Musikalisch versteckt sich die
Band ein wenig hinter AMORPHIS, was Härtegrad, Effekte-Einsatz, Struktur
und Richtung angeht. Die Klasse der Finnen wird jedoch aufgrund der oben
genannten Schwächen nicht erreicht, sodass GEZEITEN nicht aus dem
Schatten der Vorbilder treten können. Zu viel bleibt Stückwerk, zu oft
ertappt man sich dabei, dem Lauf der Songs nicht mehr aufmerksam zu
folgen, da sich zu schnell Ermüdung und Langeweile breitmachen. Hinzu
kommt, dass die im Info angeführten experimentellen Einflüsse von
Hardcore über Techno bis hin zu neuer deutscher Härte einzig und allein
auf geduldigem Papier stattfinden. All dies mag gemein klingen angesichts
einer ordentlich aufgemachten und druckvoll produzierten CD, aber
letztlich ist es die Musik selbst, die über hopp oder topp entscheidet,
und im Fall von GEZEITEN mangelt es noch viel zu sehr an Tiefe,
Atmosphäre und Charakter, als dass wärmere Worte für die Demo-CD
gefunden werden könnten.
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