|
Zurück
 |
Reviews CD
2000 |
 |
|
|
Magazin: |
 |
|
|
Autor: |
Eller |
|
|
Bewertung: |
- |
|
|
|
|
|
Leicht machen es die Schweizer Gezeiten einem wirklich nicht, ihren Stil und somit ihre Musik zu beschreiben, denn so richtig kategorisieren lassen sie sich nicht. Irgendiwe scheint es sich bei den 5 Songs auf "Bazzyllus" um Gothic Metal zu handeln, denn Gitarrenmässig und mit dem Keyboard dazu stimmt so schon mal die Grundatmosphäre. Allerdings treten so "typische" Gothic Metal Passagen nicht sehr häufig alleine auf, denn sie werden meist durch Elektro und an neue Deutsche Härte erinnernde Elemente ergänzt oder ersetzt. Zu letzterem trägt natürlich auch bei, dass die Schweizer ihre Songs in Deutsch gehalten haben und Sänger Roderick Zeig in seine Passagen mit ausdrucksstarken, zumeist Sprechgesängen dem ganzen seinen Stempel aufdrückt. Dabei ist der Gesang nicht aggressiv oder provokant gehalten, sondern hat ein mehr theatralischen und natürlicheren Aspekt. Musikalisch passt das alles auch irgendwie zusammen und hört sich interessant und gut an. Die Songs gehen auch recht leicht ins Ohr und bieten zudem interessante und amüsante Texte. Die 5 Songs könnten zwar von der Produktion her noch etwas mehr Kraft und Atmosphäre vertragen, aber sie zeigen, dass es immer wieder Bands mit eigenem Stil gibt. Wer mit den oben genannten Musikrichtungen was anfangen kann, sollte sich mal bei www.gezeiten.com ein paar Hörbeispiel antun. |
|
|
|
|
 |
 |
 |
|
|
|
|
Magazin: |
 |
|
|
Autor: |
GT |
|
|
Bewertung: |
- |
|
|
|
|
|
Ah, die Scheibe liegt in der Anlage und die ersten paar Sekunden fangen doch recht ansehnlich an! Ordentlicher Death Metal dringt an mein Ohr, doch dann ein plötzliches Zusammenzucken und das Herunterklappen meines Unterkiefers. Was ich zuerst nur als eine kurze etwas misslungene Zwischeneinlage aufgefasst (erhofft!) hatte, setzt sich leider Gottes kontinuierlich auf der ganzen Scheibe fort. Der Sänger versucht offenbar, zwischen Grinden und operettenhaftem Gesang zu wechseln, was sich dem Hörer allerdings leider eher wie das Drangsalieren eines Katzentieres offenbart. Die Ansätze sind in der Tat nicht schlecht und einige gute Riffs scheinen hier und dort durch, aber das Gejohle macht alles wieder zunichte. Im zweiten Song nicht anders, die erhoffte Änderung bleibt aus. Statt Gejohle wird der sowieso schon mitgenommene Zuhörer jetzt "angebellt", was durchgehend doch sehr stark an gewisse Personen aus dem letzten Jahrhundert erinnert. Leider mehr schief und fast komisch als ausdrucksstark dringen die Texte (meistens!) so an das Ohr. Die Texte an sich sind größtenteils etwas "merkwürdig" (Viagra als
gesellschafts- kritischer Aufhänger??). Nichts desto trotz muss man den Mut der Band anerkennen, etwas Neues zu fabrizieren. Auch wenn dieses bei mir Stirnrunzeln verursacht hat, schätze ich derartige Experimente jederzeit. Allerdings - wem derartiges gefällt, der möge ohne Scheu zugreifen, jedem anderen sei jedoch stark davon abgeraten.
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
|
|
|
|
Magazin: |
 |
|
|
Autor: |
Caroline |
|
|
Bewertung: |
- |
|
|
|
|
|
Gar Düsteres schwebt mir hier mit Gezeiten ins Haus, nicht schlecht doch wirklich ziemlich abgefahren! Die Schweizer präsentieren mit
„Bazzyllus“ ein sehr vielseitiges Werk, das man grob gesagt in das Genre Gothic Metal stecken könnte, wenn man vom ersten Song „Ewigkeit“ ausgehen würde. Doch im Laufe des Albums zeigen sich noch zahlreiche andere Facetten in der Musik, die sich zwar definitiv im Gothic Bereich bewegen, aber mal in Richtung Darkwave im Stile von
Oomph! und mal in Richtung Metal mit tiefem Männergesang und düsterer Atmosphäre tendieren. Sänger Roderick (der unter anderem auch die schweizer Metal Seite www.heavymetal.ch betreut) spielt gekonnt mit allen Facetten seines Stimmorganes und läßt die Vocals mal
opernhaft, mal grunzend düster klingen. „Schizophrenie“ ist bei Song Nummer 2 nicht nur der Titel sondern auch der Inhalt der Musik, denn selten hab ich so schizophrene Klänge vernommen, die mal mehr Metal und mal mehr elektronisch sind und so zeigt sich auch hier wieder die musikalische Vielfalt und das Können, diese auch umzusetzen. Mal sanft und träumerisch, mal alptraumhaft und zerstörerisch, Gezeiten schaffen es, diese Atmosphären innerhalb von Sekunden auszutauschen und bilden somit einen sehr eigenen Sound. Wirklich eine seltsame Scheibe, die bei jedem Hören mehr fasziniert! |
|
|
|
|
 |
 |
 |
|
|
|
|
Magazin: |
 |
|
|
Autor: |
Lugi |
|
|
Bewertung: |
5/7 |
|
|
|
|
|
Genauso wie der Rest der Schweizer nichts von der EU wissen will, genauso wenig will sich diese eidgenössische Band an "Richtlinien" halten. Völlig selbstständig und eigenprödlerisch haben die Jungs in ihrem Proberaum ein Album produziert, dass sehr schwer irgendwo einzuordnen ist. Das gibt schon mal einen Extrapunkt, das hebt sie aus der Masse raus, das nenne ich Mut! So sind die 5 durchschnittlich langen Tracks in deutscher Sprach gesungen, wobei ich schon beim ersten Kritikpunkt wäre. Ich mein, die Kreischstimme ist genial, da gibt es beide Daumen hoch, die sehr vielen cleanen Parts, die auch teilweise in Sprechgesang umschwenken, sind allerdings nicht wirklich mein Ding. Zu der Musik passt die cleane Stimme auf alle Fälle, für Abwechslung sorgt sie auch, keine Frage, nur wäre ein wenig mehr Übung ein Punkt, den ich dem Sänger ans Herz legen möchte. Dann würden die genialen Texte, die durchaus sozialkritisch sind, noch besser zur Geltung kommen.
Und wie klingt die Musik? Na, das ist auch sehr schwierig in Worte zu fassen. Es ist ein Konglomerat aus vielen Stilen. Ja, das ist ein guter Anfang für die Definition. Progressive Elemente sind genauso vorhanden wie klassische Zitate des Heavy Metals, Double Bass Passagen treffen auf anmutende Klavierparts, Härte trifft auf mystische Momente,.... Einfach zu viele Elemente werden hier verarbeitet, dass sie aufgezählt werden könnten.
Fazit: Ein wirklich gutes Album das sich aus der Masse raushebt, aber wie gesagt, meins ist der Gesang(noch) nicht! Aus diesen Schlüssen ergeben sich sattelfeste 5 Punkte.
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
|
|
|
|
Magazin: |
 |
|
|
Autor: |
Pemi |
|
|
Bewertung: |
- |
|
|
|
|
|
Die deutschen Gothic Metaller von „Gezeiten“ haben mit „Bazzyllus“ oder „Bazyllus“
(ich bin mir nicht wirklich sicher wie das Album heißen soll, da es auf Cover und Inlay jeweils unterschiedlich geschrieben ist) ein nettes, recht düsteres, manchmal aggressives Stück Musik mit vielen Keyboards, einem Schuss Experimentierfreude und einem interessanten, vielschichtigen Gesangskonzept geschaffen. Breaks, einprägsame, wenn auch nicht unbedingt innovative Riffs und Geschwindigkeitswechsel runden das Bild ab. Mir fielen spontan Parallelen zu Eisregen und Crematory (z.B. der Beginn von „Ewigkeit“) auf. Das Textkonzept ist teilweise eher schwülstig („Ewigkeit“), teilweise aber sogar sympathisch sozialkritisch („Mr.Vielgood“). Reinhören und selbst entscheiden.
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
|
|
|
|
Magazin: |
 |
|
|
Autor: |
Pekka |
|
|
Bewertung: |
5/10 |
|
|
|
|
|
Das nenn ich nun mal schwere Kost. Gezeiten kommen wie
Black Jade aus der Schweiz und überrumpeln mich wahrhaftig mit Ihrem
Output Bazzyllus.
Hab ich die Band nach den ersten Tackten noch in die Black Metal Ecke
eingeordnet, da fängt der Frontmann plötzlich wirklich zu singen an. Und
zwar nicht nur einfaches singen, nein es sind schon fast halbe Arien.
Nightfall auf männlich? Naja nicht ganz. Die Musik ordne ich jetzt mal in
eine Mischung aus Lacrimosa und etwas seichteren Black Metal Bands [auf
Grund des Kreischenden Gesangs]. Die Musik ist auch vollkommen im
ordentlichen Bereich. Nur der Gesang, der andauernd zwischen diesem
Operngesang und dem Gekreische pendelt ist doch sehr gewöhnungsbedürftig.
Hinzu kommt, dass ich mit deutschen Texten noch nie so richtig warm werden
konnte und auch selbst wenn sie sozialkritische untertöne haben, so
gleiten sie doch schnell ins Lächerliche ab [ Mr. Vielgood]. Ist dann
aber auch Geschmacksache und diese New Wave- Gothic Ecke, in der ich
dieses Lied einordnen würde hat mich auch noch nie sonderlich berührt.
Hinzu kommt auch das die Lieder mit Ihrer Länge [ zwischen 6- 7 min] auch
noch Ihr übriges dazu tun, das diese CD etwas schwer im Magen liegt.
Bleibt nur noch zu sagen, dass diese Art von Musik mich wohl nie überzeugen
kann, wer es allerdings mag, kann mal ein Ohr riskieren, da Produktion und
Gestaltung ansonsten vollkommen in Ordnung sind.
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
|
|
|
|
Magazin: |
 |
|
|
Autor: |
Inferno |
|
|
Bewertung: |
6/10 |
|
|
|
|
|
Dieses Mal liegt mir ein etwas exotisches bzw. merkwürdiges Werk vor. Die Band Gezeiten aus der Schweiz spielen nach eigenen Angaben Gothic, doch ich erlaube mir einen distanzierten Vergleich mit softeren Eisregen und Rammstein, auch wenn die Thematik in den Lyrics dieser Band eine völlig andere ist. Die Musik dieser Band klingt nicht nur futuristisch, sondern auch sehr atmosphärisch, deshalb hätte ich eine andere Metalrichtung benannt (keine Ahnung welche). Die Texte der Band sind sehr außergewöhnlich und besonders prägnant erscheinen mir die Lyrics von dem Song „Dr. Vielgood„, der auch oft das Wort „Viagra„ benutzt (lasst euch überraschen). Doch das, was sich hier am meisten in die Lauscher hereinsetzt ist die Stimme des Sängers Roderick, denn dieser rollt das R(rrrrrrrrrrrrr) nicht nur, sondern lässt jeglichen Extremgesang außer Acht. Es scheint sich eher um einen deutsch-lastigen Kunstgesang zu handelt, der sehr variabel erscheint. Die Gitarrenklänge sind ebenfalls sehr ungewöhnlich doch keineswegs ist dies negativ zu verstehen. Die Qualität der ganzen CD übertrifft meine heruntergeschraubten Erwartungen, nachdem ich erfahren habe, dass die CD eine Eigenproduktion aus dem Bandraum ist. Als ebenfalls beachtlich anzusehen ist die Spiellänge von fast 35 Minuten und das bei nur 5 Songs!
Viel bleibt nicht zu sagen, denn keinerlei Beschreibung kann diese Art von Musik klarstellen. Jeder sollte einfach einmal reinhören. Von mir aus gibt es 6 Punkte für diese CD, doch Achtung ist gefordert, zwar lautet das Prädikat: „Antesten!„, doch es wird nicht jedermanns Geschmack sein (meiner ist es ja auch nicht).
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
|
|
|
|
Magazin: |
 |
|
|
Autor: |
Andy Waldner (ein 1-Mann Onlinemag...krass!!) |
|
|
Bewertung: |
10/10 |
|
|
|
|
|
Mit GEZEITEN haben wir eine Band am Start die sich Musikalisch deutlich von den anderen abheben kann. Die Musik ist schon ganz klar Metallisch, bekommt aber durch den Gesang einen ganz andern Charakter. Aber fangen wir doch vorne an. Die Gitarren Arbeit ist meist im unteren Tempo bereich. Eine Vielzahl an Riffs haben einen recht grossen Groove Faktor. Andere sind langsam und begleitend oder sogar clean gespielt. Der grösste Anteil an der Musik nimmt aber der Gesang ein. Der ist grösstenteils clean gesungen und erinnert hin und wieder ein wenig an IN EXTREMO. Neben der cleanen Stimme gibt es auch noch eine Black Metal Stimme die schön für die nötige Abwechslung sorgt. Verträumte Klavier und Keyboard einlagen geben der ganzen Musik noch einen netten Mystischen Touch. Der Schlagzeuger sorgt in den Songs für den nötigen Boden und lässt schon mal die ein oder andere Double Bass Attacke durch kommen. GEZEITEN ist sicherlich nicht die richtige CD für alt eingesessene Death und Balck Metaller, aber wer es zwischendurch gerne mal etwas ruhiger mag, sollte hier mal rein hören. Mystisch –verträumte Lieder, mit Mittelalterlichen Anwandlungen.
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
|
|
|
|
Magazin: |
 |
|
|
Autor: |
Alex
|
|
|
Bewertung: |
7/10 |
|
|
|
|
|
Hm... How should I describe this? Difficult... Let's just start... GEZEITEN hail from Switzerland, more precisely from a town with the beautiful name of Effretikon. "Bazzyllus", to my knowledge, is the first release of the quintet (sorry, buried the info somewhere) and successfully eludes a simple categorisation by the reviewer.
The music sounds like a bastard of Gothic Metal, RAMMSTEIN-related, modern guitar-sounds, a few electronic elements and the varied vocals of fronter Roderick Zeig, who covers the spectrum between hard, German spoken vocals and theatrical singing.
For an indie-release the sound is quite OK and the German lyrics are, what you cannot say for too many bands nowadays, also very interesting and worth reading (I just say "Dr.Vielgood"), in combination with the vocals really good.
I can clearly attest GEZEITEN that they do not sound like all the others, if they can further work on that, then their very own style is not far away anymore. All interested folks should visit the homepage, because you can listen to all five tracks there!
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
|
|
|
|
Magazin: |
 |
|
|
Autor: |
Arlette Huguenin
|
|
|
Bewertung: |
- |
|
|
|
|
|
GEZEITEN kommen aus dem Kanton Zürich und verwöhnen auf ihrer Demo-CD "Bazzyllus" den Hörer mit emotionalem Gothic-Metal. Trotz der Übungsraum-Aufnahme vermögen die Songs zu überzeugen. Die Drums sind zwar etwas im Hintergrund, dafür hört man auch mal melancholische Bassmelodien und schlicht umwerfende Synthie-Parts. Diese bewegen sich innerhalb der genretypischen Soundauswahlen (also Flächen etc. und keine Abartigkeiten wie Dudelsackklänge und ähnliches), kommen aber von der Kompositionsqualität an Grössen wie Illuminate heran. Besonders "from outer space" sind die Synths zu Beginn von "Mr. Vielgood". Die Gitarrenarbeit bei Gezeiten ist ebenfalls solide und unterstützt die Synthmelodien. Dazu kommen deutsche Lyrics, die auch mal über die "typischen" Gothic-Themen wie Tod etc. hinausgehen und sich erfrischend sozialkritisch zu Viagra und männlicher Potenz äussern ("Mr. Vielgood").
Ein grosser Sympathiefaktor bei Gothic-Metal sind stets die Vocals — mag man den schmerzenleidenden Sänger nicht, ist oft der ganze Sound gestorben. Die Vocals von Gezeiten sind definitiv nicht etwas, das man sich nur so nebenher anhört — denn dafür sind sie zu dynamisch. So wird geflüstert, gelitten, gekrächzt und geschrien. Was in der Live-Performance noch mit Rodericks beinahe manischem Tanz angereichert wird, kommt hier dem Hörer eins zu eins entgegen, man spürt, dass er während den Aufnahmen nicht einfach still auf einem Studiostuhl gesessen und vor sich hergesungen hat. Während den gesungenen Parts scheinen die Vocals dann auch aufnahmetechnisch klar im Vordergrund zu sein.
Als Anspieltip sei hier "Ewigkeit" empfohlen, ein Song der zwischen schnelleren Parts und ruhigen, atmosphärischen Bass- und Gitarrenmelodien stilvoll hinundherpendelt. Und das Synthiefinale und Solo (nach ca. 4 Minuten) ist einfach treibend und mitreissend. Auch "Mondlicht" sei hier als Anspieltipp empfohlen, dieser Song ist wohl der düsterste des "Bazzyllus". Nebst dem eindeutigen "Gänsehaut"-Faktor von "Mondlicht" überzeugt erneut der Dualismus von Gitarre und Keys, sowie eine tänzelnde Melodie von gezupftem Stringssound, die mit dem Bass kombiniert wird. Dazu kommt noch ein gewisser hymnischer Charakter...
Alles in allem in Gezeitens "Bazzyllus" sicher eines der interessantesten Schweizer Gothic-Metal Demos. Wer sich mal Gothic-Metal in natura und mit einem gewissen Underground-Charme anhören will, dem sei diese CD, die nicht aalglatt und klinisch ist, empfohlen. Inklusive Emotionen...
|
|
|
|
|