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 INTERVIEW
geführt am 05.07.2004 von Lex Glückwunsch zum gelungenen Demo. Den Einstieg macht Ihr dem Hörer allerdings nicht einfach....
Zum Glück nicht…
Welchen Anspruch habt Ihr selbst an Euere Musik und welchen an die Zuhörer?
Auf jeden Fall keine Langweile und Gefühllosigkeit…
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich einige nicht die Zeit nehmen in euere Klangwelt einzutauchen. Wie reagiert Ihr denn auf Feedback von diesen Kritikern?
Wir ertränken uns in Selbstmitleid… Aber wir wissen natürlich, dass jeder seine eigene Interpretation und Beziehung zur Musik hat. Auch Kritiker, oder solche, die sich dessen benennen.
Wie seit Ihr denn auf die Idee gekommen dermaßen viele Genre-Elemente in Euerer Musik zu vermengen? Und mit welchem Begriff würdet Ihr Eueren Stil beschreiben?
Da wir alle unsere Einflüsse bringen, und jeder von uns Musik aus den verschiedensten Gebieten sich zu Gemühte führt, entstand mit der Zeit der so genannte Kompromiss – Metal.
Wie kann ich mir denn die Entstehung Eueres Materials vorstellen?
Experimentiert Ihr um eine Idee herum und oder baut Ihr um die ersten Entwürfe ganz gezielt die verschiedenen Elemente
auf? Vielleicht könnt Ihr das mal an den 4 Stücken des Demos kurz erläutern und bei der Gelegenheit die Stücke aus Euerer Sicht charakterisieren..
Ked Som Isiel:
War anfangs nur ein „banaler“ Riff und eher nicht als Song bestimmt. Als Herr Zeig eines Tages mit einem slowenischen Text daher kam, und der Keyboarder einen „waveigenen“ Part im Speicher fand, war schnell ein Lied daraus gebastelt. Vom Charakter her, wollen wir letztendlich einfach mal so ein 0815 – treibendes Stück beisteuern.
Kreative Träume:
Eigentlich ein uralter Schinken, anno 2000. Das Lied wurde immer von Keyboard zu Keyboard weiter programmiert und entwickelte sich somit stetig. Hierbei handelt es sich um eine Frauen – Geschichte, welche jemanden fast Kopf und Kragen gekostet hätte...
Moderne Sklaven:
Ist aus der Idee des Walzers (¾ Takt) entstanden. Quasi ein ironisches Tanzlied in die Versenkung unserer Gesellschaft.
Halle der Könige:
Hier wollten wir zeigen, dass wir voll die krassen Mädels sein können. So mit Bäng / Jump und in – die – Fresse Effekten… Das ganze verpackt mit melancholischem Geschenkpapier… oder so ungefähr..Das Lied gefällt uns sehr gut und ist prima zum live Spielen. Hier stand die Textmelodie am Anfang und die Musik kam hinzu. Der Refrain entstand unabhängig davon.
Demenzia:
Ein weiteres Krankheitsbild unseres Sängers ( Wir sind’s ja langsam gewohnt… ). Dieses Lied ist der Inbegriff von Gezeiten, vereint Ebbe mit Flut, laut mit leise, Tag mit Nacht und Klobürsten mit Zahncrème…Die modernen Beats repräsentieren die Gegenwart. Die Gitarren und der Bass das Zeitlose. Im Refrain relativiert sich die Bedeutung des Lebens und die Demenz wird zur Normalität unserer Geschichte…Und der sich neigende Vorhang schützt uns vor dem Wissen…
Interessant ist natürlich auch dann die Frage, welche Atmosphäre auf den Konzerten herrscht?
Es erfreuen sich sowohl die „harte Fraktion“ als auch unsere sanften und zarten Mitmenschen. Bei unseren Konzerten umfasst die Atmosphäre eigentlich alle möglichen Stimmungen und Situationen.
Unser Sänger hat auf jedenfalls immer einen mords Spass und sucht den Kontakt zum Publikum. Der Gitarrist rennt zwischen Gitarreneffektgerät und Sequenzer hin und her. Der Bassist schneidet böse Grimassen und der Schlagzeuger schlägt alle möglichen Gegenstände.
Gezeiten bestehen ja nun schon seit 11 Jahren. Warum sind bislang so wenige Werke erschienen?
Diese Frage beantwortet sich in unserer Biographie auf unserer Webseite: www.gezeiten.com
Hmm, Texte habe ich bei der CD nicht gefunden. Ich könnte mir aber vorstellen, dass Ihr mit Lyric zum Nachdenken arbeitet..
Die Texte sind nun auf der Homepage drauf. Auf der zweiten CD wollten wir den Schwerpunkt auf Promo und Information legen, deshalb fehlen dort die Texte. Worte sind immer Relativ und sollen zur Interpretation anregen, die Botschaft erschliesst sich jeweils individuell. Eins sei hier jedoch gesagt, dass wir aus verschiedenen ethischen Richtungen und Kulturen kommen. Also
finden sich weder religiös definierte Gedanken noch Herkunftskarsumpel darin wieder!
Die letzten Worte gehören Euch..
....machts gut und danke für den Fisch.....
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BERICHT: Gezeitekonzert am 20.02.2004
geschrieben von Lestor
Gezeiten, Gezeiten... wer bis anhin dachte das Gezeiten einfach nur ein Wort für die verschiedenen Jahreszeiten ist,
der sollte die Zürcher Gruppierung mal genauer unter die Lupe nehmen. Gezeiten ist eine Gothic
Darkmetal Formierung welche beweist, dass auch in der Schweiz Sound gemacht werden kann welcher unseren Vorbildern aus Deutschland ebenbürtig ist. Gezeiten füllte unseren kleinen Laden eigentlich Ordentlich und sorgte auch für Stimmung, die oft sehr nachdenklich stimmenden Liedtexte und die
krassen Ansichtspunkte der Realität kommen Live mit einer kaum vergleichbaren Power rüber. In 2 phänomenalen Sets versetzen sie sogar unsere verirrten Herisauer Fasnachtsgänger, welche eigentlich überhaupt nichts mit Metal oder Gothic zu tun haben, ins Staunen und hielten sie vor der Bühne gefangen!
Wer die Scheibe von Gezeiten noch nicht kennt, sollte unbedingt mal ein Ohr reinwerfen.Unter www.gezeiten.com findet Ihr alle wichtigen angaben über die Band.
Dank der Digital Kamera von Rodi (Sänger von Gezeiten) gibt es
über Gezeiten mit Sicherheit eines der umfangreichsten Foto Alben des Jessie James, ein blick
in unser Album lohnt sich, es stehen 110 Bilder zur Verfügung
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